1) Abstammung
Viele Leute halten Europäische Wildkatze [Bild 1] für Vorfahre der Hauskatze à
stimmt nicht (Erkennung: verschiedener Schädel- und Zahnbau) ; Falbkatze
afrikanische Variante der Wildkatze = Vorfahre der Hauskatze.
Wann Menschen begannen Katzen zu domestizieren (=zähmen) kann niemand sagen;
Vermutung: als Menschen sesshaft wurden und Nahrungsvorräte anlegten.
Erste sichere Beweise Verbindung zwischen Mensch und Katze aus alten Ägypten.
Falbkatze wahrscheinlich schon 2500 Jahre v. Chr. domestiziert. Zweck: Ratten und
Mäuse in den Kornspeichern à Katzen fraßen.
Während römischer Antike kam Falbkatze nach Europa und mit Europäischer Wildkatze
kreuzte.
Katzen= Einzelgänger; Größe und Gewicht = gleich; jagen= wie Vorfahren [später].
2) Rassen
·Abdessinier
·Balinesen
·Bengalcat
·British Kurzhaar
·Türkisch Angora
·Weitere: Birma, Burma, Exotischkurzhaar, Havanna, Kartäuser, Korat, Mainecoon, Norwegische Waldkatze, orientalische Kurzhaar, Perser, Ragtoll, Russischblau,...
3) Das Skelett der Katze
= stabil, sehr leicht, elastisch: Erlaubt Wendigkeit bei Jagd (lose sitzende Schultern, nur
mit Muskel mit Wirbelsäule verbunden), elegante Fortbewegung, kein Schlüsselbein=
mehr Bewegungsfreiheit, Brustkorb= schmal --> kann durch enge Spalten etc. zwängen
Kochen bestehen innen aus verkalkten Streben, Hohlräume mit Knochenmark gefüllt;
Blutzufuhr zu den Knochen verfügt über Membranöffnung. Schädel= 29
Einzelknochen (Erleichterung der Geburt; wachsen später zusammen).
Wirbelsäule der Katze besteht 48 bis 50 Wirbeln
· 7 Halswirbel
· 13 Brustwirbel
· 3 Kreuzwirbel (miteinander verwachsen)
· 18-20 Schwanzwirbel
Form und Proportion bei allen Katzen und Tigern fast gleich. Katze ca. 40 Knochen mehr als Mensch
Pfote: Zieht sie Sehne ein, geht die Kralle ein sonst kommt raus. ...
4) Körpersprache
· Wohlbefinden: Katze sitzt od. liegt mit freundlich entspanntem Ausdruck, Ohren nach vorne und leicht nach außen gerichtet, Schnurrhaare stehen . Augen blicken ruhig und blinseln nach Helligkeit. Zur Begrüßung kommt Katze mit hochaufgerichtetem Schwanz und erhobenem Kopf. Will sie schmusen drückt Augen zu und reibt Kopf und Flanken an Beinen oder reibt Kopf an Hand.
· Aufmerksamkeit: Ohren sind gespitzt und nach vorne gedreht. Schnurrhaare ebenfalls nach vorne gerichtet. Vorläufig wirkt Katze ruhig, nur Schwanz wedelt sacht. Spielerisch erhebt Pfote um Aufmerksamkeit zu erhaschen.
· Abwehr: Ohren klappen seitlich weg, Pupillen werden groß und Schnurrhaare legen zurück. Übersieht man Katze geht zur Verteidigung, zeigt Krallen und teilt Katzenhiebe aus. Dabei faucht und spuckt sie, oder knurrt tief in Kehle und steigert je nach Grad der Verärgerung bis schriller Schrei.
· Angriff: Angriffslustig zeigt sich Katze hauptsächlich anderer Katze gegenüber. Bei zusammenlebenden Wohnungskatzen, die sich kennen, handelt sich meisten um Aufforderung zu Balgerei. Mit hochaufgerichteten Beinen baut sie sich auf, dreht Ohren nach hinten und hat kleine Pupillen. Schwanz kurz nach Wurzen hakenförmig abgebogen und Haare gesträubt (à dicker Wuschelschwanz). Duckt im rechten Winkel und wirft sich auf andere Katze. Diese rollt blitzschnell auf Rücken und pariert mit Zähnen und Krallen. Will sie nicht, senkt Kopf und signalisiert Unterlegenheit. Bei Desinteresse wendet Kopf weit zur Seite.
· Ängstliche Zurückhaltung: Wenn Katze in Versteck zurückzieht, versucht zuerst unauffällig zu machen. Ohren zur Seite gelegt und Schnurrhaare angelegt. Augen und Pupillen = schmal, Kinn = angedrückt. Gesicht sieht aus wie „eingefroren“, wie überhaupt alles am Körper. Wächst Angst geht schnell à zum Angriff über. Haare sträuben, Ohren liegen seitwärts am Kopf an, Pupillen = riesengroß, Schwanz peitscht hin und her und womöglich stößt lautes Kreischen aus. Lieber beruhigend auf sie einreden, Hände zurück.
5) Artgerechte Haltung
· Bedürfnisse der Katze kennenlernen (Kratzen, Markieren, Spielen, Klettern,...) dafür sorgen, dass Bedürfnisse katzengerecht befriedigt wird.
· Katzensprache (Körper- und Lautsprache, Verhalten) lernen um Katze verstehen zu können
· Je früher mit Erziehung anfangen, desto weniger Probleme.
· Erwünschtes Verhalten immer loben und belohnen.
· NICHT anschreien oder bestrafen!! Katze bekommt Angst à Probleme werden größer
· Katze Hausregeln beibringen und die damit verbundenen Wörter, vor allem Wort „NEIN“.
· Was heute verboten, darf nicht morgen erlaubt sein. Nicht eine einzige Ausnahme.
· Routinen schaffen à Katzen lieben geregelte Tagesabläufe, akzeptieren Pflegemaßnahmen wenn jeden Tag zur gleichen Zeit
· Orte wo Katze unerwünscht, für sie unangenehm machen, sie lernt aus Erfahrungen.
· Füttern regelmäßig zwei mal am Tag, was nicht gefressen, darf NICHT stehen bleiben.
· Bekanntschaft langsam angehen, übertriebenes Getue, Stress + Zugriffe finden entsetzlich.
· Katze niemals im Schlaf stören!
· Trage NIE, NIE, NIE eine Katze am Nackenfell!! Manche Tierärzte kapieren nicht, das darf nur die Mutter, von Menschenhand tut grausam weh!!!
· Allzu hastige, laute, erschreckende Bewegungen vermeiden, Katzen leicht irritiert.
· Lärmpegel in Grenzen halten, Katzen empfindlichsten Ohren der Welt, laute Musik tut weh. Wenn trotzdem Krach machen, vor verschlossenen Türen, lass
Katze vorher raus!
· Schlage NIE,NIE,NIE eine Katze!! Sie vergessen keinen einzigen groben Übergriff auf Gemütsverfassung und Luxuskörper (der Katzen). Gegen uns haben Elefanten kein Gedächtnis und sie schlagen zurück. Immer! Es kann aber dauern...!
· Halte Näpfe und Katzenklo supersauber- Katzen sind Hygienefans und sehr empfindlich.
· Sei zärtlich zur Katze und rede viel mit ihr, dann hat sie dich sicher (fast) so lieb, wie du sie.