Die Jugend unter Hitler
Als Adolf Hitler an die Macht kam, baute er die wohl am besten funktionierernste Propagandamaschinerie auf, die es jemals gab. Er war ein Meister im Manipulieren der Menschen. Er gab dem Volk was es wollte: Einen einheitlichen Staat mit einem Führer, der entscheidet was gut oder schlecht für sein Volk ist. Nur leider gab ihm das die Möglichkeit eine ungeheure Macht zu erringen.
Hitler sagte über die Jugenderziehung: „Meine Pädagogik ist hart. Das Schwache muss weggehämmert werden. In meinen Ordensburgen wird eine Jugend heranwachsen, vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ich...“
Mit seiner Propaganda zielte er vor allem auf die Jugend, denn diese konnte man noch besser beeinflussen als die Erwachsenen und sie waren die Zukunft des Deutschen Volkes.
Man versuchte schon vor der Geburt eines Kindes, sämtliche möglichen Behinderungen durch Erbfehler zu umgehen damit ein Kind mit möglichst „reinem“ Erbgut geboren wurde.
Bereits im Kindergarten setzte die Manipulation ein wie dieses Kindergartengebet zeigt:
„Händchen falten, Köpfchen senken
Und an Adolf Hitler denken,
der uns gibt das täglich Brot
und uns führt aus aller Not...“
Die Jugend wurde an allen Orten und bei jeder Tätigkeit mit Propaganda bombardiert, auch in der Schule. Dort bekamen die Jugendlichen Rechnungen wie diese vorgesetzt: „Der Bau einer Irrenanstalt erfordert 6 Millionen RM. Wie viele Siedlungen zu je 15 000 RM hätte man dafür bauen können?“
Ein anderes Beispiel für die Beeinflussung der Jungend war die „Hitlerjugend“, eine Organisation in die jedes Kind und Jugendlicher im Deutschen Reich einzutreten hatte.
Fast ein Drittel der Jugend trat nach der Machtergreifung Hitlers freiwillig in die HJ ein, manche sogar heimlich gegen den Willen ihrer Eltern. Was die Jugend anzog, war das Abenteuerliche der Soldatenspiele, das Geheimnisvolle der Fackelzüge und Lagerfeuer, das Pompöse der Aufmärsche, Flaggenparaden und Darbietungen.
War man einmal in der HJ kam man kaum wieder raus. Austrittserklärungen wurden ganz einfach für ungültig erklärt und man wurde gezwungen weiterzumachen.
Die Begeisterung für die HJ erlahmte langsam und bis 1936 hatten sich weniger Junge als erhofft freiwillig für die HJ gemeldet. Darauf reagierte die deutsche Führung mit Druck von oben: Aus Werbung wurde einschüchternde Nötigung. Den Jugendlichen wurde gedroht: wer sich nicht sofort anmelden würde, sei ein Volksverräter.
Im Jahre 1940 wurden alle Kinder und Jugendliche aus den bombengefährdeten Regionen „evakuiert“. Das heisst, dass sie Wochen-, sogar monatelang unter dem Einfluss der „HJ“ standen. Dies ermöglichte der Deutschen Führung noch mehr Einfluss auf die Jugend zu haben.
Im Laufe des Krieges, wurden die Jugendlichen zu Flakhelfern, oder verrichteten andere „kriegswichtige“ Arbeiten. Als Flakhelfer starben auch manche der Jugendlichen bei Bombenangriffen, öfters trugen sie schwere Verletzungen davon.
Gegen Ende des Krieges wurden viele Jugendliche Mangels älteren Soldaten an die Front versetzt. Schlecht ausgebildet und ausgerüstet starben viele von ihnen im Gefecht.
Die „Hitlerjugend“ war, leider, ein herrvoragendes Beispiel, wie leicht man die Menschen, mit genügend Propaganda beeinflussen kann. Man kann nur hoffen, das die Menschen etwas aus ihren Fehlern gelernt haben und so etwas nie wieder vorkommt.